Was ist Flow?
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Was ist Flow?

Warum diese Seite hier HoopFlow heißt und was beim Hoopdance unter Flow verstanden werden kann, erfährst du hier. Außerdem gibt's 4 Tipps für deinen Flow!

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Heute möchte ich dir ein bisschen etwas über das große Thema “Flow” erzählen und dir 4 Tipps mitgeben, wie du beim Hoopdance in den Flow kommen kannst. Das Thema ist mir übrigens ganz besonders wichtig, weil es, wie der Name meines Herzensbusiness vielleicht schon verrät, für mich das absolut Schönste ist beim Hoopdance.

Bevor wir mit den Tipps loslegen, möchte ich dir erstmal erklären, was dieser Hoop-Flow, von dem wir hier sprechen, überhaupt ist. Grundsätzlich heißt “Flow”, aus dem Englischen übersetzt ja einfach “fließen” oder “strömen”. Umgelegt auf Hoopdance kann Flow also bedeuten, dass einzelne Tricks und Bewegungen fließend ineinander übergehen. Hier kann man noch weiter unterscheiden, denn Bewegungen, die für die Zuseherin oder den Zuseher flüssig aussehen, müssen sich für die Ausführende oder den Ausführenden noch lange nicht flüssig anfühlen.

Werden einzelne Tricks oder ganze Combos immer wieder wiederholt und der Ablauf automatisiert, werden die einzelnen Bewegungen im Fluss irgendwann wie von alleine ausgeführt und die Tricks oder Combos sehen nicht mehr nur flüssig aus, sondern fühlen sich auch so an. Dieses Gefühl kann dann nochmal gesteigert werden zum “Flow-Gefühl”. Das “Flow-Gefühl” ist ein mentaler Zustand, welcher unter anderem der Grund ist, warum Hoopdance und andere Flow-Arts so süchtig machen. Wikipedia beschreibt das Flow-Gefühl als “beglückend erlebtes Gefühl eines mentalen Zustandes völliger Vertiefung und restlosen Aufgehens in einer Tätigkeit, die wie von selbst vor sich geht – auf Deutsch in etwa Schaffens- bzw. Tätigkeitsrausch.” So berauschend dieser meditative Zustand sein kann, so schwer ist er manchmal aber zu erreichen.

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Um dir den Einstieg ins Flow-Gefühl etwas zu erleichtern, habe ich dir hier einige Tipps aus meiner Erfahrung und den Erfahrungen unserer HoopFlow-Community zusammengefasst.

1) Das Flow-Gefühl kann man nicht erzwingen!

Am allerwichtigsten ist es, ohne Erwartungen und Druck an den Flow ranzugehen, denn je mehr man es will, desto weniger flowt es! Vor allem Kopfmenschen/PerfektionistInnen fällt es oft sehr schwer, diesen mentalen Geisteszustand zu erreichen. Bauchmenschen oder Menschen, die bereits Erfahrung mit Yoga oder Meditation haben, können dieses Gefühl dafür manchmal bereits bei den ersten einfachen Tricks oder beim einfachen Bauch-Hooping verspüren. Viele HoopFlow-Hoopies haben laut Instagram-Story-Umfrage auch die Erfahrung gemacht, dass der Zustand ganz plötzlich aufkommt, meist gerade dann, wenn sie keine Erwartungen an die Trainingseinheit hatten.

2) Störfaktoren eliminieren

Falls man den Flow bewusst herbeilocken möchte, ist es gerade am Anfang wichtig, jegliche Ablenkungen zu vermeiden. Man sollte die Flow-Session also nicht filmen, das Handy am besten ausmachen und keine Zuseherinnen oder Zuseher haben, sodass der Kopf frei ist, man loslassen kann und sich voll und ganz der Bewegung hingeben kann. Die Bewegungen müssen im Flow keinesfalls perfekt sein, Fehler werden im Flow nicht als Fehler angesehen, sondern im besten Fall einfach in die Bewegung mit eingebunden.

3) Musik aufdrehen

Eine Möglichkeit, das Umfeld bestmöglich auszublenden, ist, während dem Hoopen über kabellose Kopfhörer Musik zu hören. Die Musik sollte zu deiner aktuellen Stimmung passen, sodass du versuchen kannst, dich voll und ganz auf die Musik zu konzentrieren und weniger auf die Ausführung deiner Bewegung. Grundsätzlich würde ich sagen, ist ein Flow-Gefühl ohne Musik gerade am Anfang unmöglich, aber auch später sehr schwer zu erreichen.

4) Mit einfachen Tricks loslegen!

Das Flow-Gefühl ist ein Zustand genau zwischen Über- und Unterforderung. Deshalb ist es am besten, wenn du deine Flow-Session mit ganz einfachen Tricks oder eingelernten Übergängen startest, bei denen du dich nicht mehr auf die Ausführung konzentrieren muss. Die Tricks der Flow-Session können ganz nach dem Motto “Alles kann, nichts muss!” ausgeführt werden. Bei mir ist es sogar sehr oft so, dass ich aus dem Flow-Zustand gerissen werde, sobald ich während dem Flow neue Tricks entdecke. Es geht beim Flow-Zustand also nicht darum, neue Tricks zu erlernen oder neue Übergänge auszuprobieren.

Übrigens lassen sich vor allem intensive Gefühle wunderbar über solche Flow-Sessions ausdrücken und verarbeiten. Ich habe es bisher nur sehr selten geschafft, so eine Session auf Video aufzunehmen, da wie oben erwähnt, die Kamera eine der größten Störfaktoren ist. Das Video unten, aufgenommen im April 2020, im ersten Corona-Lockdown, zählt auf jeden Fall zu einer solchen Aufnahme - zumindest, bis mein Freund an der Tür läutet und seine kleine Gesangseinlage hat :D


Zeit für dich in einer täglichen Free-Flow-Routine

Wenn du magst, mach bei unserer täglichen Free-Flow-Routine mit, bei der jede und jeder für sich offline (am besten vorm Schlafengehen) mindestens 20 Minuten ohne Kamera zu seiner Lieblingsmusik tanzt. Die Zeit während dem Free-Flow gehört nur dir und es ist egal, was dabei rauskommt, weil währenddessen und auch danach nicht gefilmt werden darf! Wenn dir danach ist, kannst du nach der Session ein Foto auf Instagram posten und mich mit @hoopflow.com sowie @ande.li (die mich auf diese Routine gebracht hat) verlinken.

Und vergiss nie: Das Flow-Gefühl kann man nicht erzwingen! An manchen Tagen wird es daher vielleicht super flowen, an anderen Tagen einfach nur ein Ausprobieren sein und du wirst zum Üben von neuen Tricks übergehen oder einfach beim Bauch-Hooping bleiben. Die Rückmeldungen unserer Community zu den Free-Flows sind jedenfalls total schön und die Sessions eine gute Möglichkeit, neben den ganzen Instagram-Challenges und Videos die Zeit im Reifen ohne zwangsweises Output genießen zu können!

Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Ausprobieren und Entdecken deines eigenen Flows!

 Isabella

Tipp: Im Hoop-Talk "Hoopdance History" sprechen Andeli und ich darüber, was Hoopdance für uns ist, über das Flow-Gefühl und über die Geschichte des Hula Hoop-Reifens.